Masche der Woche · 4. November 2026

Angebliche Datenpanne: Mail lockt auf gefälschte Wallet-Seite

Eine Mail im Namen von Trust Wallet warnt vor einer Sicherheitsverletzung und führt auf eine gefälschte Seite. Dort sollen Sie Ihre Wiederherstellungsphrase eingeben, mit der Betrüger Ihr Guthaben stehlen.

Cybercrimepolice.ch, das Portal der Kantonspolizei Zürich, warnt seit dem 28. Oktober 2026 vor einer Phishing-Mail im Namen des Krypto-Dienstes Trust Wallet. Die Mail meldet eine angebliche Sicherheitsverletzung, die Ihre Wallet betreffen könnte. Sie sollen die Wallet dringend über einen Link überprüfen.

Der Link führt auf eine gefälschte Seite, die wie Trust Wallet aussieht. Auch dort wird mit der Datenpanne Druck gemacht. Schlägt die automatische Verbindung fehl, bietet die Seite eine manuelle Verbindung an. Dafür verlangt sie die Wiederherstellungsphrase, den Keystore oder den Private Key. Mit diesen Angaben können die Betrüger die Wallet übernehmen und das Guthaben auf eine eigene Wallet überweisen.

Woran Sie die Masche erkennen:

  • Die Mail macht mit einer Datenpanne oder einem Sicherheitsproblem Druck.
  • Sie sollen Ihr Konto über einen Link in der Mail überprüfen oder absichern.
  • Die Seite meldet einen Fehler und bietet eine "manuelle" Lösung an.
  • Verlangt werden Wiederherstellungsphrase, Private Key oder Keystore.

Was Sie tun:

  • Prüfen Sie Absender, Domain und Inhalt kritisch. Absender lassen sich leicht fälschen.
  • Klicken Sie nicht auf den Link. Öffnen Sie den Dienst nur über die offizielle Webadresse oder die eigene App.
  • Geben Sie Wiederherstellungsphrase, Private Key oder Passwörter nie auf einer Seite ein, deren Link Sie per Mail, SMS oder Nachricht erhalten haben.

Wenn Sie Ihre Daten schon eingegeben haben:

  • Gehen Sie davon aus, dass Ihre Wallet dauerhaft kompromittiert ist.
  • Übertragen Sie das Guthaben so schnell wie möglich auf eine neue, sichere Wallet, falls Sie noch Zugriff haben.
  • Erstatten Sie nach telefonischer Voranmeldung Anzeige bei Ihrer Kantonspolizei.

Das Muster gibt es nicht nur bei Krypto-Diensten. Wenn eine Mail vor einem Sicherheitsproblem warnt, sehen Sie selbst nach: in der App oder über die Adresse, die Sie kennen.

Wo Sie melden:

  • Verdächtige Mails können Sie an Cybercrimepolice.ch melden (Formular auf der Fallseite) oder an reports@antiphishing.ch weiterleiten.
  • Wenn Sie eine Antwort möchten: Online-Formular des Bundesamts für Cybersicherheit BACS.
  • Bei finanziellem Schaden empfiehlt das BACS eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizei.

Quellen

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